Stress, Depression, Angst, Trauma

Wirkt sich meine psychische Erkrankung auf mein Kind aus?

Kann man psychische Krankheiten vererben?

Was kann ich tun, damit mein Kind nicht leidet?

Wenn Eltern belastet sind, bedeutet das, auch ihre Kinder sind belastet.

Das kann man schlecht vermeiden, weil schon ganz kleine Babys sich am Verhalten ihrer Eltern orientieren und ihre Stimmungen spüren. Kurzfristig ist das kein Problem – jeder hat einmal einen schlechten Tag. 

Wenn ein Elternteil aber durch chronischen Stress oder psychische Erkrankungen in seinem Verhalten dauerhaft verändert ist, kann sich das unweigerlich direkt auf das Verhalten des Kindes auswirken. 

Dieses zeigt dann mit hoher Wahrscheinlichkeit angepasstes Verhalten, indem es seine eigenen Bedürfnisse unterdrückt, um die Eltern damit nicht zusätzlich zu belasten 

Bei Babys und Kleinkindern äußert sich das durch besonders liebreizendes Verhalten, dem „Sonnenschein“. Das strahlende Lächeln und „lieb sein“ ist aber – wie bei Erwachsenen, die eine Maske tragen – aufgesetzt. Es erfüllt eine Funktion, nämlich, die Eltern so wenig wie möglich in einen Zustand der Unruhe, negative Aufregung, usw. … zu bringen. 

Das Kind spürt, es ist mit seinen wahren Bedürfnissen den Eltern nicht zumutbar, leidet still und versucht sogar noch die Eltern aufzuheitern, um ihnen das Leben leichter zu machen. Und bezahlt aber hohen Preis dafür: Es verliert den Zugang zu seinen eigenen Bedürfnissen, „schaltet ab“… 

Das liest sich sehr negativ, das ist mir bewusst. Aber es gibt daran nichts zu beschönigen. Niemand kann etwas dafür, wenn er krank wird. Ganz egal ob psychisch oder körperlich.

Wenn Sie aber merken, es geht Ihnen nicht gut, und Sie sind belastet, suchen Sie, wenn schon nicht für Sie selbst, dann zumindest Ihrem Kind zuliebe, psychologische Hilfe.
Es wird leider nicht gänzlich unbeschadet aus der Situation herauskommen, wenn diese länger andauert und es Ihnen anhaltend schlecht geht. 

Depressionen, Ängste, Zwänge – all das verschwindet leider nicht von selbst und Sie müssen das auch gar nicht alleine schaffen. Es braucht vielleicht Medikamente und die Unterstützung eines*r guten Therapeuten*in, der/die zu Ihnen und Ihrem Problem passt. 

 

Falls Sie sich Sorgen um Ihr Kind machen, können wir gemeinsam schauen, wie es ihm geht und

reagieren, wenn es Hilfe braucht.

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